Die tierische Südinsel

Noch nicht ganz in Picton auf der Südinsel angekommen werden wir von einem Schwarm Delphine begrüßt die uns ein Stück im Fjord mit der Fähre begleiten.

Wir starteten in Wellington bei Sonnenschein und sehr warmen Temperaturen. Picton zeigte sich auch sonnig doch wir wollten ja schnellstens weiter nach Kaikoura, um dort evtl. noch einen Strandnachmittag genießen zu können.

Unser tolles Auto mussten wir allerdings auf der Nordinsel zurücklassen und so waren wir leider nicht die einzigen die sich in Picton am Car Pick Up Schalter einfanden um das neue Auto in Empfang nehmen zu können…

Die Kiwis auf der Südinsel händeln es jedoch nicht anders als auf der Nordinsel und arbeiteten die endlose Schlange sehr freundlich, aber in aller Seelenruhe ab. So dauerte es noch ca eine Dreiviertelstunde und nochmal ca 10 Min. Fußmarsch, bis wir in unserem neuen Auto saßen, dass allerdings nicht so toll ist wir das vorherige. Naja, nach anderthalb Wochen Neuseeland, sagten wir uns „Keep calm and take it like a Kiwi“ 😊 und zogen weiter Richtung Süden.

In Kaikoura angekommen die ernüchternde Erkenntnis, die Sonne scheint aber der Wind ist ziemlich frisch und somit der Strandtag passé 😕

Naja, we’ll take it like a Kiwi…🤷🏻‍♀️

Nachdem die angeschlagene Jules sich erstmal etwas ruhte, stockten Locke und Käde nochmal die Vorräte auf und versorgten Jules mit der nötigen Medizin. Außerdem hatten sie für den Folgetag morgens schonmal das Whale watching gebucht. Nach dem Abendessen mit Meerblick entschlossen wir uns noch an einen von Google Maps angezeigten Aussichtspunkt ganz in der Nähe zu fahren, um dort noch ein Sektchen bei Sonnenuntergang zu genießen. Dort eingetroffen stellte sich allerdings logischerweise heraus, dass die Sonne an der Ostküste natürlich nicht über dem Meer versank. Mal wieder typisch Fireflies… egaaaal, we’ll take it like a Kiwi 😎 immer noch besser als in der Unterkunft zu hocken.

Und so liefen wir über Gestein und Fels dem Meer entgegen um den Sonnenuntergang in Richtung Land zu genießen. Auf dem Weg dort hinaus rief Locke plötzlich völlig aufgeregt:“Ey, hier liegt ne Robbe!!! Aber ich glaub mit der stimmt was nicht, die sieht so schwach aus.“

Jules und Käde eilten zur besagten Robbe und waren, auch zum Selbstschutz der Ansicht, sie sei nur alt und ein bisschen müde. Ein paar Schritte weiter entdeckten wir weitere Robben und so wurde aus dem Sonnenuntergang noch ein tierisch schöner Abend.

Auf dem Heimweg kamen wir zu der messerscharfen Schlussfolgerung, dass wenn die Sonne ja nicht im Meer versank, wir diese am nächsten morgen quasi aus unserem Wohnzimmer heraus aufgehen sehen müssten. So stand jeder Firefly unabhängig voneinander sehr früh auf, um sich zwischen 5:45 und 6:15 von der Aussicht zu überzeugen, eilte zum Fenster, lüftete die Gardine und trottete enttäuscht wieder zurück ins Bett, denn Kaikoura begrüßte uns am Morgen mit einer hartnäckigen Nebelsuppe. Nicht nur das sich diese Nebelsuppe auch noch während des Whale–watchings hielt und die Suche nach den Walen sehr schwer machte, war die See auch unglaublich unruhig. Locke und Jules waren froh zuvor eine Vomex eingeschmissen zu haben.

Gott sei dank war das Leiden nicht umsonst und wir würden noch mit der Sichtung eines riesigen Pottwales belohnt, der beim Abgang sogar noch seine Flosse präsentierte.

Käde, glückselig das ihr Traum wahr wurde, Locke und Jules dankbar wieder an Land zu sein und überlebt zuhaben, ging es nach einer ausgedehnten Regenerationsphase weiter nach Reefton, knapp 4,5 Std. Fahrt lagen vor uns. Trotz Lockes Beteuerung fit zu sein um Auto zu fahren, bestand Käde darauf die erste Streck zu fahren…und siehe da, 10 Min später Locke- am ratzen.

Während einer Pipi–Pause entdeckten wir auf der angrenzenden Weide Kühe und besonders schön, freundlich wirkende Alpakas die sofort neugierig auf uns zu kamen. Nachdem Jules erfolglos versuchte Locke dazu zubewegen mal eines zu streicheln „nu, komm geh mal hin… Guck mal das mag dich… streichel das mal…“ konnte sie es nach kurzem Zögern nicht lassen und versuchte selbst eines zu streicheln. Das freundliche Biest holte einmal ganz tief Luft, zog alles hoch und rotze Jules voll ins Gesicht. Käde und Locke brüllten los vor lachen und Jules fragte völlig genervt „wo verdammt sind die Reinigungstücher?!“

Auf der Weiterfahrt waren wir sehr froh im klimatisierten Auto sitzen zu dürfen, teilweise zeigte das Thermometer Außentemperaturen von 37 Grad an. Aber es lief sehr gut und wir waren so früh bei der Unterkunft, in der wir eigentlich auch nur übernachten wollten, dass wir kurzer Hand entschlossen weiter zu fahren. (Weil in diesem verschlafenen Nest Reefton einfach rein gar nichts los war…ghost town..) Die Übernachtung war eh ein schnapp und da auch morgen wieder eine länger Tour vor uns lag und wir noch einen Zwischenstopp bei den Panecake Rocks auf dem Plan hatten fuhren wir diesen entgegen.

Auf booking schnell ne neue Unterkunft klar gemacht, da konnten wir sogar bis 0 Uhr einchecken. Und weitergings. Ca 1,5 Std. Später waren wir an der Westküste angekommen und wurden mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt. Kurzerhand entschlossen wir uns an einem Aussichtspunkt stehen zu bleiben, ein Radler zu öffnen und den Sonnenuntergang zu genießen 😊 so hatten wir morgens zwar keinen Aufgang aber abends den Untergang im Meer. Aber es wäre ja kein Firefly—Erlebnis wenn nicht auch hier etwas dazwischen kommen würde.

Wir parkten das Auto, nahmen unsere Flasche und setzen uns an den Strand. Es dauerte keine 5 Min und wir fingen an wild um uns zu schlagen…kleine Sandfliegen versauten unsere Abendstimmung. Wir hielten zumindest für eine ausgiebige Fotosession stand und beschlossen uns dann wieder, bereits völlig zerstochen, ins Auto zu flüchten. Scheiss auf den Sonnenuntergang! Junge, die Dinger können aber auch stechen und sind verdammt lästig.

In der Hoffnung den restlichen Sundowner von unsere Terrasse aus bewundern zu können steuerten wir die frisch gebuchte Unterkunft an.

Der nächste Schock– Kein Mensch weit und breit zu sehen 😳 Käde erinnerte sich direkt an den Horrorfilm „Motel“ 🙈

Oh no, was jetzt ?! Erstmal die nähere Umgebung checken, vielleicht wohnen die Besitzer ja in der Nähe aber außer in dem Nachbarhäuschen war kein Mensch zu sehen. Auf Nachfrage bei den vermeintlich anderen Gästen sagten uns diese sie hätten mit unserer Unterkunft überhaupt nichts am Hut und konnten uns auch keine Kontaktdaten geben.

Jules traten die Schweißperlen auf die Stirn. Sie checkte nochmal Ihre Mail, da stand Check–in bis 0 Uhr. Warum schreibt man das dann da rein? ! Aber wenigstens stand da auch eine Telefonnr. Erster Versuch. Kein durchkommen. Zweiter Versuch, Nummer nicht bekannt

Dritter Versuch – Freizeichen 😊 aber keiner hebt ab 😕

Wir irrten weiter herum. Jules entdeckt ein ominöses Nummernschloss neben der Tür und checkt nochmal die Emailbestätigung, da stand doch so ein Buchungscode… 🤔

Na toll Akku leer…. „haben wir noch ne Powerbank?!“ Wir wurden immer nervöser…

Nachdem das Handy endlich wieder an ging, versuchte es Jules mit dem Code, gab die vierstellige Nummer ein, aber nichts passierte, hmmm vielleicht bei der 2. Hütte, aber die war eigentlich zu Groß egal man muss es ja probieren. Nichts…

Käde hat derweil mit ihrem Handy einen Internetpass gebucht und die Bestätigungsmail nochmal genau gelesen. Da stand… „Achtung die Unterkunft verfügt über keine Rezeption, der Keycode wird Ihnen nach Erhalt der Zahlung per E-Mail zugeschickt.“ Und uns viel alles aus dem Gesicht.

Jules entschuldigte sich aufrichtig und sah die Fireflies schon im Auto schlafen.

Wir setzten uns wieder ins Auto und suchten online nach einer neuen Unterkunft. Jules ging in Gedanken schon das Hick Hack durch die Kohle wieder zu bekommen. Als plötzlich das Handy klingelte, eine neuseeländische Nummer – „Oh Gott, geh schnell dran“ sagte Käde.

helloooo? Tatsächlich es war die freundliche Vermieterin der Unterkunft, wir erklärten die Lage, sie vertraute uns Blind, sagte uns den Code und wir hatten einen tollen Schlafplatz.

Puh, grade nochmal gut gegangen. Keep calm and take it like a Kiwi

Peace, Love and Harmony

Eure Fireflies

2 Kommentare zu „Die tierische Südinsel

  1. Was habt ihr es schöööön 😍😍😍😍😍
    Dieses Biest von Alpaka😁🤣🤣🤣🤣🤣 . . . Ich brech ab!
    Letzteres war ja mal spannender als Horrorfilm gucken🤤😨

    Euch noch weiterhin wunderschöne spannende Tage♥😉

    Gefällt 1 Person

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