Schnupperkurs Südfrankreich

Aufgrund unserer strengen Sparmaßnahmen für 2018 war in diesem Jahr eigentlich kein weiterer Urlaub vorgesehen.

Meine Freundin schwärmte mir jedoch schon seit geraumer Zeit vor, wie toll Frankreich doch sei. Sämtliche Versuche mir das Land schmackhaft zu machen, ließen mich relativ kalt. Da ich nahezu von jedem Menschen in meinem Leben immer nur vernommen habe, dass die Franzosen mehr als ungern englisch reden und ich französisch nach einem Jahr in der Schulen erfolgreich abgewählt habe, stand das Land nicht sonderlich weit oben auf meiner To-Do-Urlaubsliste

Nachdem ich mir ein paar Bilder von Südfrankreich angesehen hatte und meine Freundin dann noch meinte, dass eine Woche für mich quasi umsonst sei, so zu sagen „Schnupperkurs Frankreich“ dachte ich, ich gebe der Sache mal eine Chance und mache mir ein eigenes Bild.

Jetzt musste ich nur noch so günstig wie möglich an mein Ziel kommen in Vias -> www.salisses.com, weil meine Freundin mit Ihren Kindern schon eine Woche früher angereist war.
Natürlich schaut man heut zu Tage als erstes nach Flügen, allerding passte für mein Bedürfnisse hier so gar nicht weder Zeit,  noch Abflughafen geschweige denn Preise!!!
aber dann fiel mir der Schnellzug Thalys ein Köln -> Paris in exakt 3 Stunden!
Steckdose – WLAN kostenlos „on Board“ und das zum günstigsten No-Flex Tarif für unschlagbare 49,- €.  Somit wäre ich schon mal in Frankreich, aber immer noch 766 km von meinem Ziel entfernt.

Für die noch ausbleibende Strecke lag es nahe mit dem Fernbus des Anbieters Isilines weiter zu reisen, Paris Gare du Nord -> Beziers in 13 Stunden für 35,- € –
Und schon während des Tickets kauf fragte ich mich – Ob der Bus überhaupt kommen würde?!  Ehrlich gesagt sah ich mich schon mutterseelenallein, ohne nennenswerte Sprachkenntnisse mitten in der Metropole Paris stehen – OHNE Anschlussbus.
Naja was soll´s, beides war jetzt gebucht,  No risk – no fun!

Der Tag der Abreise kam und meine lieben Fireflies brachten mich an den Hauptbahnhof Köln, so hatte ich mir schon mal die Anreise von 1,5 Std mit der Regionalbahn nach Köln gespart und außerdem konnten wir uns gebührend und ausgiebig verabschieden und ich erhielt noch ein „Lunchpaket“ für unterwegs gepackt mit 1x Bembel (Apfelwein/Cola) und Koalakekse, da konnte ja nun nix mehr schief gehen…

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Bye Bye Firefly Locke!!!

Und so begann die Reise samstags um 17 Uhr in Köln. Ankunft 20 Uhr Paris bei besten Wetter

Um 23 Uhr ging es im Bus weiter. Dieser ist übrigens auch mit einigen Steckdosen und bester Internetverbindung ausgestattet. Gegen 6 Uhr am Morgen hielt der Bus an einem Rastplatz an. Dank meiner überragenden französisch Kenntnisse verstand ich natürlich kein einziges Wort von der Durchsage des Fahrers, so ging ich einfach mal von einer 15 Minutigen Pause. Ich freute mich über ein bisschen frische Luft und einen Kaffee. Zufrieden schlenderte ich mit meinem Kaffee in der Hand zurück Richtung Parkplatz, als ich plötzlich sah wie sich der Bus – MEIN BUS!!! – in Bewegung setzte und immer schneller wurde.   Sofort erfasste mich die Panik!
War das jetzt etwa doch keine Pause?! Sondern nur ein Stopp zum Ein- und Austeigen?!
Mein Kaffeebecher flog in hohen Bogen!
Ich nahm meine Beine in die Hand und rannte was das Zeug hielt hinter dem Bus her.
Wild gestikulierend und dem Bus zurufend versuchte ich auf mich aufmerksam zu machen.  Aber ich verlor ihn stattdessen kurz aus den Augen, bis er dann aber hinter einer Ecke wieder auftauchte und sogar zum Stillstand kam.

Die anderen Fahrgäste drückten sich an den Scheiben die Nase platt und lachten.
Ich war fertig mit den Nerven und ärgerte mich am meisten darüber das ich in der Schule nicht doch das ein oder andere Jahr länger am Französischunterricht teilgenommen hatte, denn es stelle sich heraus,  dass ein Fahrerwechsel anstand.
Als ich wieder sicher auf meinem Platz saß schwor ich mir nicht wieder auszusteigen ehe ich nicht mein Ziel erreicht hatte. Diese Erfahrung war definitiv mehr als genug Adrenalin am frühen Morgen!

Pünktlich um 12 Uhr mittags am Sonntag kam ich mit dem Bus in Bezier an wo meine Freundin bereits an der Bushaltestelle auf mich wartete und ich mit bestem Wetter für die lange Anreise entschädigt wurde.
Es folgte eine super schöne Woche mit allem was das Herz begehrt. Der Campingplatz Salisses in Vias auf dem meine Freundin ein Chartlet gemietet hatte, ist absolut empfehlenswert.
10 Minuten Fußweg zum Strand, jeden Abend ein tolles Programm mit live Musik, Open Air Disco und vielen mehr… Außerdem sind weitere Attraktionen in unmittelbarer Nähe wie z.B. ein riesiger Vergnügungspark, eine Outdoor-Kart Bahn, Kletterparks oder  Kanu-Touren erreichbar.

Abschließend  kann ich nur sagen,  dass ich Südfrankreich nur empfehlen kann und bestimmt nicht das letzte Mal dort gewesen bin! Ich habe sehr nette, aufgeschlossene Menschen getroffen die durchaus sehr bemüht gewesen sind mit mir Englisch zu reden!

Fazit…..es lohnt in jedem Fall immer, sich ein eigenes Bild zu machen (in jeder Hinsicht)!!!

Love , Peace & Harmony
Eure Fireflies

by Locke

4 Kommentare zu „Schnupperkurs Südfrankreich

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